Technische Assistenzsysteme auf dem Prüfstand – Iterative Produktentwicklung mit pflegenden Angehörigen
Kurzvortrag um 15:15
In unserem Projekt beteiligen wir uns als wissenschaftliche Einrichtung am Produktentwicklungsprozess eines technischen Assistenzsystems für pflegende Angehörige und Menschen mit Demenz. Die potentiellen Anwender werden in mehreren Rückkopplungsschleifen befragt. Unter anderem evaluierten sie das System in strukturierten Nutzertests (N=20) von zwei Stunden und in einer Nutzerstudie (N=18) von vier Wochen im Pflegealltag. Die Ergebnisse zeigen, dass aktuelle Hardwarelösungen noch nicht ausreichend angepasst für diese Zielgruppe entwickelt sind. Im Bereich der Usability wird deutlich, dass die Anforderungen welche bei dieser gesundheitlich beeinträchtigten Zielgruppe besonders sind, mit den Entwicklern und Herstellern kommuniziert und diskutiert werden müssen. Es ist wichtig Produkte so zu gestalten, dass sie im Sinne des Design for all von der stark heterogenen Anwendergruppe angenommen werden können. Darüber hinaus muss gewährleistet sein, dass einfach modularisierbare Systeme, die unterschiedlichen Pflegesituationen der Nutzer gezielt bedienen. Schließlich verdeutlichen die Ergebnisse auch, dass ohne eine kontinuierliche Betreuung im Umgang mit den Systemen, keine dauerhafte Nutzung durch die Betroffenen möglich sein wird.