„System-Usability“ in der Medizintechnik – sichere und effiziente Technik durch interdisziplinäre Verständigung
Workshop von 14:30 bis 16:00 *
Die ergonomische Gestaltung von Medizinprodukten beschränkt sich weitgehend auf die mikroergonomische Optimierung der Schnittstelle zwischen Anwender und Gerät. Das Zusammenwirken unterschiedlicher Geräte und Anwender in klinischen Arbeitsprozessen wird bislang nicht ausreichend berücksichtigt. Nur für wenige medizinische Arbeitsplätze haben sich bislang systemoptimierte Lösungen etablieren können (z.B. Zahnmedizin, Radiologie). Stand der Technik sind Arbeitsplätze, die – insbesondere im Bereich der Intensivmedizin – aus einer Vielzahl von Einzelgeräten bestehen; es fehlt eine systemergonomische Gestaltung, Bedienfehler sind vorprogrammiert.
Der Workshop zeigt, wie zukünftig Medizintechnik in einem neu entwickelten Vorgehen der TU Berlin systemergonomisch gestaltet werden kann. Hierzu wird ein Kommunikationsmodell vorgestellt, mit dem unterschiedliche Disziplinen (Entwickler, Anwender, Architekten etc.) den Behandlungsprozess des Patienten auf unterschiedlichen Betrachtungsebenen verstehen und abbilden können. Dadurch ist es möglich, Anforderungen zur ergonomischen Gestaltung von Medizintechnik systematisch und interdisziplinär abzuleiten. Nach einem Impulsreferat haben die Teilnehmer des Workshops die Gelegenheit, anhand eines Beispielszenarios das Vorgehen der „System-Usability“ kennen zu lernen.
* Hinweis: Da die Teilnehmerzahl der Workshops begrenzt ist, ist eine zusätzliche kostenlose Anmeldung erforderlich. Die Registrierung findet vor Ort statt und ist am World Usability Day vormittags nach Einlass geöffnet.