Programm

09:30 – 10:00

WUD Berlin Team
Simon Untergasser

Das WUD Berlin Team heisst Euch willkommen!

In einer kurzen Einführung werde ich schildern, wie künstliche Intelligenz und Robotik meiner Erfahrung nach öffentlich wahrgenommen werden und wie der Stand der Forschung tatsächlich ist. Dazu beleuchte ich aktuelle Entwicklungen und Erwartungen und wage einen Blick in die Zukunft.

10:00 – 10:30

Paul Schweidler

Hat eine Maschine oder ein Algorithmus eine Intention? Im klassischen Sinne vermutlich (noch) nicht. Dennoch neigen Menschen dazu, künstliches Agieren als absichtsvolles Handeln zu interpretieren. Diesen Effekt kann man versuchen zu beheben – oder ihn gezielt einsetzen. An einem aktuellen Projekt zu künstlichen Blickbewegungen wird illustriert, wie Intentionalität beherrscht und genutzt werden kann, um Unsicherheit zu reduzieren und Vertrauen aufzubauen. Weitere Möglichkeiten werden gemeinsam diskutiert.

10:30 – 11:00

Nele Russwinkel
TU Berlin

Human aware AI should understand the user and even be able to trace the user during task completion. What information has been perceived, what information has been missed? What are the intentions the user has in the situation in dynamic environments and what is the state of situation awareness? Has all relevant information been processed for an action decision? To be able to anticipate such cognitive processes in dynamic situations common AI methods are not sufficient. The talk will give some examples how cognitive modelling – as some form of AI – is able to trace the user in the situation considering task, context, and situation. It will be shown how such model tracing can be realized in applied situations such as in a pilot task in the cockpit or in highly autonomous driving.

Questions will be discussed: What different kinds of information needs to be integrated and how? What are the challenges of such systems and what are promising approaches that should be further investigated?

11:00 – 12:00

Hannes Hölzl, Sabine Müller
YOUSE

Die menschzentrierte Ausrichtung neuer Technologien wird seit einigen Jahren vermehrt mit Schlüsselbegriffen wie „Usability“ oder „User Experience“ in Verbindung gebracht. Mindestens genauso wichtig ist jedoch auch das Mitdenken von gesellschaftlichen Dimensionen bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen, welche von den verschiedensten Menschen genutzt werden sollen. Unter dem Akronym ELSI (ethische, legale, soziale Implikationen) hat sich ein eigener Forschungszweig herausgebildet, welcher Produktentwicklungen von Anfang an unter diesen verschiedenen Gesichtspunkten begleiten und betrachten kann. Gerade das zukunftsträchtige Thema der künstlichen Intelligenz bietet viele Ansatzmöglichkeiten für eine Betrachtung unter den ELSI-Gesichtspunkten.

12:00 – 13:00

Mittagspause

13:00 – 13:30

Simone Sollmann
Usetree

„Der intelligente Begleiter für Radiologen“ – Das Thema Künstliche Intelligenz im Medizin- und Gesundheitsbereich rückt immer mehr in den Vordergrund um etwa Abläufe in Krankenhäusern zu verbessern oder um Patienten und Ärzte zu entlasten. Gerade im Healthcare-Bereich kommen der Usability und User Experience eine wichtige Rolle, insbesondere bei der Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Wir stellen Euch den UX-Prozess im Healthcare-Bereich anhand eines Best-Practice-Beispiels vor. Im Projekt mit Siemens Healthineers ging es um eine KI-unterstützte cloudbasierte Software, die Radiologen bei der Befundung unterstützt. UseTree hat für dieses Medizinprodukt FDA-konforme Produkterweiterungen konzipiert und gestaltet. Fokus lag dabei auf der Einhaltung regulatorischer Prozesse, die in einer Usability-Akte dokumentiert wurden.

13:30 – 14:00

Andreas Beleke

Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK

Die Frage, die ich stelle ist: Wie können solche spezifischen komplexen interfaces automatisch generiert werden und was ist wichtig für dessen Gestaltung?

Der rote Faden startet bei der Vision der humanzentrierten selbstorganisierenden Produktion (Ein Multi-Agenten Sytem mit Maschinen und Menschen in Interaktion) und wird konkret bei den Mensch-Maschine-Schnittstellen auf Basis eines graphenbasierten Prozessmodells.

14:00 – 14:30

Simon Untergasser

Albatros Coding

Humanoide Robotik: Verzahnung von Forschung und Lehre:
Mit dem Ziel „Co-educating students and robots“ wurde der Studiengang „Humanoide Robotik“ an der Beuth Hochschule für Technik Berlin eingeführt. Wie lernen Menschen? Und wie kann man von lernenden Menschen lernen, wie Maschinen lernen könnten? In diesem Vortrag spreche ich darüber, wie Grundlagenforschung in der Robotik mit der Ausbildung in diesem Feld kombiniert werden kann.

14:30 – 15:00

David Golchinfar

Es wird eine kurze Einführung in den aktuellen Stand zum Thema KI-Technologien in der Dienstleistung geben und eine kurze Begriffsabgrenzung der relevanten Themen User-Centered Design (UCD), Usablity & User Experience (UUX) und KI stattfinden. Aktuelle Probleme und Herausforderungen werden anhand eines realen Fallbeispiels aus unseren Projekten illustriert. Hierbei wird ersichtlich, warum der UCD Prozess für die Entwicklung von KI-Technologien relevant ist und worauf in solchen Projekten geachtet werden sollte.

15:00 – 15:30

Kaffeepause

15:30 – 16:00

Hias Wrba

Personalisierung kann aktiv, durch den Nutzer, oder passiv, durch ein System erfolgen. Sie kann Mehrwert stiften und Klarheit schaffen, indem die schneller zu relevanten Ergebnissen führt. Sie kann aber auch verstecken und verschleiern, was wirklich relevant sein könnte.

Wo endet sinnvolle Personalisierung und wo beginnt eine Einschränkung der Entscheidungsfreiheit des Nutzers? Wie subjektiv wollen wir, dass unsere Erfahrungen mit digitalen Medien sind und was bedeutet eine stetige Optimierung maschinenlernender Systeme für unseren ganz persönlichen Zugang zu Inhalten und Funktionalitäten.

Hinter all dem steht die Frage wem Personalisierung in welchem Kontext dient und wie User Experience als Tätigkeitsfeld helfen kann diese Frage nicht nur im Sinne personalisierender Unternehmen, sondern auch im Sinne ihrer Kunden und Nutzer zu beantworten.

16:00 – 16:30

Cornelia Werk
Neofonie

Die Suchfunktion auf Webseiten hat innerhalb der letzten Jahre sprunghaft an Bedeutung zugelegt. Heute unterstützt eine Suche nicht nur tagtäglich viele Nutzer*innen dabei, schnell und effizient gewünschte Inhalte zu finden, sondern dient auch als wichtige Inspirationsquelle, für weitere Inhalte der Webseite.
In unserer Präsentation stellen wir dar, wie Suchen zum Erlebnis werden kann, wenn die Suche konsequent aus Nutzerperspektive konzipiert wird. Wir zeigen, wie sich Künstliche Intelligenz bei Suchprozessen mit einem begeisternden Design verknüpfen lässt und wie ein einfacher Suchvorgang Nutzer*innen auf diese Weise inspirieren und motivieren kann.

Autor*innen: Cornelia Werk, Till Plumbaum und Axel Hillebrand

16:30 – 17:00

Henrik Mucha
Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB)

Artificial Intelligence (AI) and Machine Learning (ML) promise to significantly enhance the capabilities of decision support systems in healthcare. Yet, if these systems fail to provide an understandable explanation of the decision making process adoption in expert domains will not happen. Hence, there is growing interest in Explainable Artificial Intelligence (XAI). Explanations that speak the language of the user are a cornerstone for useful and usable AI. In this talk, I will present research on XAI in healthcare UX. I will lay out my approach that combines design methodology and behavioral experiments to explore how users perceive and interact with explanations of decision support systems.

Henrik ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB). Dort beschäftigt er sich schwerpunktmäßig mit der nutzerzentrierten Gestaltung von Mensch-Maschine-Interaktion im Kontext von Augmented Decision Making in Digital Health. Henrik hat Industrial Design an der Universität Duisburg-Essen und Usability Engineering an der Hochschule Rhein-Waal studiert. In seiner Forschung geht Henrik der Frage nach, wie (Participatory) Design als Research Approach Designentscheidungen im Kontext von Human-AI Interaction informieren kann.

17:00 – 17:30

Michael Koegel
launchlabs Karlsruhe

Die Impact Week wurde seit 2015 als Präsenzprogramm bei Universitäten und NGOs in vielen Ländern wie Kenia, Kolumbien, Ruanda, Nigeria, Ghana, Indien, Nepal und Jordanien durchgeführt. Mit Corona standen wir Anfang 2020 plötzlich vor der Herausforderung, das alle Pläne plötzlich Makulatur waren und zusätzlich Covid-19 das brennende Thema in den Ländern war. Daraus entstand innerhalb weniger Wochen ein komplettes Onlineformat, das wir seither in Jordanien, Nepal, Kenia, Nigeria, Indien und Südafrika durchgeführt haben.
Wie kann ein erfolgreiches Onlineformat unter erschwerten Bedingungen gelingen? Was haben wir über 6 Iterationen gelernt und verändert? Womit kämpfen wir immer noch? All das möchte ich in meinem Vortrag mit dem Publikum teilen.“

18:00 – Ende

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